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Govee Logger
Govee LoggerReichweite über Netzwerk erweitern
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Kein Funkverstärker

Ein BLE-Proxy empfängt vor Ort und sendet per LAN weiter.

Für Govee H5075 gibt es keinen sinnvollen universellen Bluetooth-„Repeater“, der Funkpakete transparent verlängert. Ein ESP32 in Sensornähe empfängt die unverschlüsselten Werbepakete und transportiert sie über das Heimnetz zum Rechner.

Meine Lösungen – passend zum eero-WLAN

Erster und billigster Versuch: ein zweiter Windows-PC. Govee Logger 2026.08.05.7 kann seine Live-Punkte jetzt an eine zentrale Installation senden. Beide Rechner dürfen einfach im selben eero-WLAN stehen; Ethernet ist nicht nötig.

Kompakter WLAN-Kauftipp: M5Stack ATOM Lite. Das kleine ESP32-Gehäuse wird über ein übliches 5-V-USB-C-Netzteil versorgt und verbindet sich per WLAN. Es ist für einen unauffälligen BLE-Empfänger geeigneter als ein nacktes Entwicklungsboard.

Robuste Kabelvariante: Olimex ESP32-POE-ISO-EA. Sie bietet Ethernet, galvanisch getrenntes PoE und eine externe Antenne. Ein PoE-Switch ist nicht zwingend: nahe einem eero kann Ethernet plus separate USB-Stromversorgung genügen; für eine einzelne entfernte Kabelstrecke reicht ein einzelner 802.3af-PoE-Injektor. Für den Dauereinsatz empfiehlt sich das passende Gehäuse.

Der bisherige Haken ist gelöst: Die App empfängt ESPHome direkt per Native API und Windows-PCs direkt über ihren eigenen, kennwortgeschützten Sammelport. Home Assistant ist nicht erforderlich; an den Govee-Loggern wird nichts verändert.

Was wird weitergeleitet?

  • Live-Werbepakete mit Temperatur, relativer Feuchte und Batterie.
  • Optional RSSI des entfernten Empfangspunkts.
  • Keine gespeicherte H5075-Historie, solange keine aktive GATT-Verbindung und kein passender Protokollclient implementiert sind.
  • Kein Audio-Bluetooth und keine klassische Bluetooth-Kopplung.

ESPHome unterstützt ausschließlich Bluetooth Low Energy. Für gute Reichweite empfiehlt die Dokumentation Abstand zu Routern, Switches und anderen Störquellen sowie eine Position nahe den Sensoren.

Ist es „kaufen, einschalten, fertig“?

Fast, aber normalerweise nicht beim ersten Mal. Ein nacktes ESP32-Board benötigt einmalig ESPHome-Firmware und seine Netzwerkdaten. Ein ausdrücklich vorgeflashtes und bereits für Ihr Netz eingerichtetes Gerät wäre nach dem Einschalten sofort erreichbar; übliche Entwicklungsboards sind das nicht.

  1. Board per USB an einen Windows-Rechner anschließen.
  2. In Microsoft Edge oder Chrome die offizielle Seite Ready-Made Projects öffnen. Wenn das genaue Board angeboten wird, „Bluetooth proxy“ wählen und per WebSerial installieren. Dafür ist keine Programmierung nötig.
  3. Bei einem nicht angebotenen Ethernet-Board wie dem Olimex die offizielle Ethernet-Beispielkonfiguration einmalig mit ESPHome aufspielen.
  4. Bei WLAN SSID und Kennwort einrichten; beim Olimex Ethernet anschließen. Für Strom über das Netzwerkkabel ist ein PoE-Switch oder PoE-Injektor erforderlich, alternativ kann beim Einrichten USB versorgen.
  5. Hostname oder IP-Adresse feststellen. In der ESPHome-Konfiguration müssen api:, esp32_ble_tracker: und bluetooth_proxy: aktiv sein.
  6. In Govee Logger unter App → Einstellungen Host, Port 6053 und – falls in ESPHome konfiguriert – den Base64-Noise-Schlüssel eintragen.

Was bedeutet die Verbindung über Port 6053?

Govee Logger öffnet zu der IP-Adresse des ESP32 eine normale TCP-Verbindung. Port 6053 ist der Standardport der nativen ESPHome-API. Die App meldet sich mit dem ESPHome-Protokoll an, verwendet bei konfigurierter Verschlüsselung den Noise-Schlüssel und abonniert anschließend die vom Proxy empfangenen BLE-Werbepakete. Der ESP32 baut also keine Bluetooth-Verbindung zum Windows-Rechner auf; nur der Netzwerkdatenstrom läuft über LAN oder WLAN. Die H5075 senden weiterhin unverändert ihre lokalen BLE-Pakete.

Windows-Firewall, Router und VLAN-Regeln müssen die TCP-Verbindung vom Govee-Rechner zum ESP32 erlauben. Port 6053 sollte nicht direkt aus dem Internet freigegeben werden.

Direkte Einbindung in Govee Logger

  1. In App → Einstellungen den ESPHome-Proxy aktivieren.
  2. Host oder IP-Adresse, den nativen API-Port (normalerweise 6053) und bei Bedarf den ESPHome-Noise-Schlüssel eintragen.
  3. Der Proxy liefert rohe BLE-Advertisements; bei älteren ESPHome-Ständen verwendet die App ersatzweise die normalisierten Advertisement-Daten.
  4. Govee Logger dekodiert den Herstellerblock 0xEC88 und speichert Proxy-Host sowie Empfangsweg zur Messung.
  5. Lokaler Windows-Empfang und Proxy-Empfang können gleichzeitig laufen. Identische Pakete innerhalb eines kurzen Zeitfensters werden nicht doppelt gespeichert.

Die Einbindung betrifft Live-Werte. Das Auslesen des internen H5075-Speichers bleibt ein getrennter GATT-Protokollweg.

Mehrere laufende Apps auf mehreren Computern – mit automatischer Suche

  1. Auf dem zentralen Rechner unter App → Einstellungen „Dieser PC ist Zentrale“ aktivieren, Port 8765 belassen und ein langes gemeinsames Kennwort setzen.
  2. Andere Rechner suchen anklicken und eine Suchzeit von 1 bis 30 Sekunden wählen.
  3. Auf dem zweiten Rechner innerhalb dieser Zeit Zentralrechner suchen anklicken. Die URL wird automatisch eingetragen; anschließend dasselbe Kennwort einmal eintragen und speichern.
  4. In der privaten Windows-Firewall UDP 8765 für die Suche und TCP 8765 für Messdaten zulassen.
  5. Jeder Rechner speichert weiterhin lokal. Die Zentrale dedupliziert gleiche BLE-Adresse, Minute, Temperatur und Feuchte; abweichende Varianten bleiben erhalten.

Die UDP-Suche gibt nur Rechnername, Rolle, IP und Port bekannt, niemals das Kennwort oder Messwerte. Der eingebaute Messdatenempfänger spricht HTTP und schützt die Anmeldung mit einem Bearer-Kennwort, verschlüsselt den Inhalt aber nicht. Über das öffentliche Internet deshalb entweder Tailscale/WireGuard verwenden oder HTTPS vor die App setzen. Ein eero-Portforwarding direkt auf 8765 würde technisch funktionieren, wäre ohne TLS aber keine sinnvolle Dauerlösung.

Speedport Smart 2: Welcher Port muss wohin?

Am 05.08.2026 wurde dieser Rechner direkt im Speedport-Netz festgestellt: PC 192.168.2.106, Standardgateway und Speedport 192.168.2.1. Der eero ist auf diesem konkreten Verbindungsweg daher keine zweite NAT-Stufe.

  • Im selben Heimnetz: keine Portweiterleitung im Speedport. Für den zentralen Govee-Rechner genügt eine private Windows-Firewallfreigabe für TCP 8765.
  • Port 6053: keine eingehende Speedport-Regel. Govee Logger baut die Verbindung selbst vom PC zum ESPHome-Gerät auf; das ist aus Sicht des Routers ausgehender Verkehr.
  • Port 8765 aus dem Internet: technisch wäre eine TCP-Portweiterleitung auf 192.168.2.106:8765 möglich. Der Empfänger ist aber HTTP ohne TLS und ist derzeit in der App deaktiviert; eine Freigabe wäre jetzt wirkungslos und unverschlüsselt.

Die Menüs des Speedport Smart 2 liegen unter http://speedport.ip. Laut Telekom-Anleitung zuerst den Expertenmodus aktivieren und danach Internet → Port-Umleitungen und Port-Weiterleitungen öffnen, Namen und Zielgerät wählen und TCP-Port eintragen. Für diese App wird eine öffentliche Freigabe erst nach VPN- oder HTTPS-Absicherung empfohlen. Offizielle Telekom-Anleitung Speedport Smart 2.

Kann Firmware in die Govee-Logger?

Für H5075/H5102 gibt es keinen unterstützten Weg, eigene ESPHome- oder Fremdfirmware aufzuspielen. Eine von Govee angebotene Aktualisierung in der Govee-Home-App wäre herstellereigene Firmware, keine frei programmierbare Plattform. Das ist für den Proxy auch nicht nötig: Die Logger senden ihre normalen BLE-Werbepakete unverändert; ESPHome-Firmware kommt ausschließlich auf den separaten ESP32-Empfänger.