Handbuch und Suche
Vom ersten Klick bis zum nachvollziehbaren Ergebnis. Alle Kapitel sind auch ohne Anmeldung erreichbar; die Bedienhilfe ist zusätzlich in der Anwendung enthalten.
Welches Kapitel brauche ich?
Wie Sonne und Mond gefunden werden
Vom hellen Bild zum physikalischen Rand Am Rand fällt die Helligkeit steil von hell nach dunkel. Dieser Abfall ist die wichtige Messinformation, …
Aufnahmezeiten richtig verstehen
Drei unterschiedliche Uhren Die Aufnahmezeit beschreibt den Moment, in dem die Kamera belichtet hat. Die Dateizeit beschreibt eine Dateioperatio …
Geschwindigkeit, RAM und GPU
Warum Arbeitsspeicher hilft Wiederholtes Lesen großer Originalbilder kostet Zeit. Wenn genügend freier RAM vorhanden ist, kann das Programm Bild …
Fehlerhilfe und häufige Fragen
Die Sonne springt noch – was nun? Notieren Sie die Bildnummer und vergleichen Sie Quelle, Diagnose und Ergebnis. Prüfen Sie, ob es ein Kameraspr …
Erster Film: Schritt für Schritt
Sie brauchen zunächst nur Ihre Aufnahmen und einen freien Ausgabeordner. Die Originale bleiben erhalten. Das Ziel des ersten Durchlaufs ist ein k …
Quellen, Projekte und Bildgrößen
Video oder Bildordner? Ein Video enthält eine gespeicherte Bildfolge mit einer Wiedergabebildrate. Der Assistent dekodiert diese Folge intern z …
Bildanfang, Bildende und Dauer
Erst laden, dann wählen Die Beschriftung „Laden …“ zeigt, dass noch keine verlässliche bedienbare Vorschau vorliegt. Warten Sie auf „Bildanfang …
Prüfung, Unsicherheit und Ausschlüsse
Vier verschiedene Aussagen über ein Bild Technisch lesbar Der Decoder konnte Pixel liefern. Das Bild kann trotzdem Landschaft, Text oder eine …
Sonne, Mond, Sicheln und Totalität
Sonnenzentriert bedeutet nicht „helle Fläche in die Mitte“ Bei einer Sichel liegt der Schwerpunkt der hellen Pixel neben dem Mittelpunkt der vo …
Ergebnis prüfen und Bilder korrigieren
Das ganze Bild verstehen Die Vorschau passt das gesamte aktuelle Videobild in die verfügbare Anzeige ein. Schwarze Bereiche können Bestandteil …
Speichern, Videoarten und Bildausschnitte
Einzelbilder, Videos oder beides Die drei Auswahlmöglichkeiten bestimmen den Exportumfang. „Einzelbilder und Videos“ ist die Voreinstellung. Wä …
Berichte, Diagramme und Summenbilder
Die lokale Auswertungswebseite Die Produktwebseite erklärt das Programm. Die Auswertungswebseite gehört dagegen zu Ihrem eigenen Projekt und en …
Menüs und wichtige Einstellungen
Datei Hier wählen Sie neue Aufnahmen, öffnen ein gespeichertes Assistenten-Projekt und beenden die Anwendung. Für Videoquellen steht die Quellb …
Fehlersuche: konkrete Fälle
„Es passiert nichts“ Lesen Sie zuerst den aktuellen Teilschritt, Bildzähler und die Statuszeile. Hardwareprüfung, Vorbereitung und Kodierung ha …
Installation, Updates und Datensicherheit
Setup oder eigenständige EXE? Das Setup richtet den SOFI-Assistenten für den aktuellen Windows-Benutzer ein, legt Verknüpfungen an und bietet e …
Kompakte Gesamtübersicht
Was macht das Programm?
SOFI-Assistent macht aus Sonnenaufnahmen einen Film, in dem die Sonne möglichst an derselben Stelle bleibt. Dazu sucht er den Sonnenrand, berechnet die Mitte und verschiebt das gesamte Bild. Die Sonne wird dabei nicht einfach anhand ihres hellsten Flecks zentriert: Bei einer Sichel läge dieser Fleck weit neben der tatsächlichen Mitte. Das Original bleibt unverändert. Die bearbeitete Ausgabe kommt in einen eigenen Projektordner.
1. Aufnahmen auswählen
Wählen Sie zuerst, ob Sie ein Video oder einen Ordner mit Einzelbildern bearbeiten möchten. Danach wählen Sie genau diese Datei beziehungsweise diesen Ordner. Kontrollieren Sie den angezeigten Quellnamen. Bei einem Bildordner wird ein Unterordner „centering“ vorgeschlagen. Bei einem Video wird dessen Name ohne Endung um „centering“ ergänzt. Ein bereits für diese Quelle verwendeter Projektordner wird wieder angeboten.
Existiert dort schon eine Auswertung, entscheiden Sie bewusst, ob Sie den vorhandenen Stand öffnen oder neu rechnen möchten. Ein alter Stand ist nicht automatisch für eine inzwischen geänderte Quelldatei gültig. Heben Sie Ihre Originaldateien auf. Ein Projekt enthält nicht zwingend eine zweite vollständige Kopie aller Originale.
2. Bildanfang und Bildende wählen
Bei Videos sehen Sie zunächst eine Vorschau. Stellen Sie Anfang und Ende bildgenau ein. Damit können Sie Titeltafeln, Landschaften und Abspann vor der Analyse ausnehmen. Prüfen Sie besonders die erste und die letzte gewählte Aufnahme. Die Auswahl löscht nichts aus dem Originalvideo.
Die Länge eines fertigen Films hängt von der Zahl ausgegebener Bilder und der Ausgabebildrate ab. Beispiel: 300 Bilder bei 25 Bildern pro Sekunde ergeben zwölf Sekunden Film. Diese zwölf Sekunden sagen nichts darüber aus, wie lange die Finsternis tatsächlich dauerte. „Nur jedes dritte Bild“ verringert die Anzahl verwendeter Aufnahmen; eine höhere Bildrate beschleunigt nur die Wiedergabe.
3. Bilder prüfen und Sonne ausrichten
Die technische Prüfung klärt zunächst, ob Dateien lesbar sind. Lesbar bedeutet noch nicht, dass eine brauchbare Sonne darauf zu sehen ist. Die anschließende Randerkennung prüft die hellen Formen und sucht verwertbare Randabschnitte. Links sehen Sie die Quelle, rechts die jeweilige Diagnose beziehungsweise das ausgerichtete Bild. Markierungen gehören nur zur Vorschau, nicht unbemerkt zum Export.
Der Fortschrittsbalken nennt den aktuellen Schritt, Bildnummer und Gesamtzahl sowie Prozent, Restdauer und erwartete Endzeit. Am Anfang eines neuen Schritts fehlen noch genügend Messwerte für eine verlässliche Prognose. Dann steht dort „wird ermittelt“. Die Prognose kann sich ändern, wenn schwierige Sichelbilder folgen. Ein abgeschlossener Teilschritt bedeutet nicht unbedingt, dass bereits der ganze Film fertig ist.
Live-Messpunkte zeigen die gefundenen Mittelpunkte im Original. Ein großer Abstand zwischen Punkten kann eine Kameraverschiebung sein, nicht automatisch ein Zeitrücklauf. Vorläufige Mittelpunkte und endgültige Messungen müssen unterschieden werden. Nicht messbare Bilder erhalten keinen erfundenen Messpunkt.
4. Ergebnis ansehen
Sehen Sie nicht nur den ruhigen Mittelteil an. Prüfen Sie auch Beginn, schmale Sicheln, Totalität und Ende. Wechseln Sie zwischen Sonnen- und Mondzentrierung. In einem sonnenzentrierten Film darf sich der Mond selbstverständlich bewegen. In einem mondzentrierten Film bewegt sich entsprechend die Sonne. Eine völlig verdeckte Sonnenmitte kann nur rekonstruiert, nicht am sichtbaren Sonnenrand gemessen werden.
Der Filmstreifen und der Schieber helfen beim Auffinden einzelner Ausreißer. Ein Bild kann für die Ausgabe entfernt oder verschoben werden. Entfernen betrifft den bearbeiteten Film, nicht die Originaldatei. Verschieben ändert nur diese Aufnahme. Die Bedienhinweise unmittelbar unter der Vorschau erklären die aktuell verfügbaren Tasten und Mausfunktionen. Prüfen Sie danach auch die Nachbarbilder, damit kein neuer Sprung entsteht.
5. Speichern
Wählen Sie Einzelbilder, Videos oder beides. Standardmäßig sind beide Ausgabearten vorgesehen. Sonnen- und Mondvideos lassen sich in den Einstellungen getrennt auswählen. Bereits ermittelte Zentren werden beim normalen Export wiederverwendet; Speichern ist kein Auftrag für eine neue Randerkennung. Manuelle Korrekturen werden auf die Originalpixel angewandt.
Einzelbilder als PNG können wesentlich größer und langsamer zu speichern sein als ein Video. Jedes Bild muss vollständig erzeugt, komprimiert und als eigene Datei geschrieben werden. Ein RAM-Vorschaubild ist dagegen verkleinert und darf nicht als Ersatz für das Original exportiert werden. Bei einem vorhandenen Ziel bestätigen Sie das Überschreiben ausdrücklich.
Nach dem Speichern kann eine ausführliche lokale Auswertungswebseite erstellt werden. Sie enthält zusätzliche Bilder, Diagramme, Messdaten und Videoansichten. Diese Zusatzprodukte brauchen weitere Rechenzeit. Das ist nicht dasselbe wie ein erneuter Zentrierungslauf.
Vorschau laden und Bilder entfernen
Solange die erste Vorschau fehlt, steht dort „Laden …“ mit der vergangenen Zeit. Erst danach lassen sich Bildanfang und Bildende bestätigen. „Entfernen“ nimmt das blau markierte Bild aus der Ausgabe: Die Bildanzahl sinkt um eins, der Filmstreifen rückt nach. „Rückgängig“ stellt das Bild wieder her. Ihre Originaldateien werden dabei nicht gelöscht.
Überbelichtung im ersten Prüflauf
Bei gesättigten Farbaufnahmen kann ein Lichthof einen zu großen Kreis vortäuschen. Deshalb werden zusätzlich nutzbare Farbkanäle getrennt geprüft. Eine abweichende Randlösung benötigt Unterstützung durch einen zweiten Farbkanal. Widersprüchliche Ränder und kurze überbelichtete Bögen werden als unsicher markiert. Das entfernt nicht automatisch die Aufnahme: Die folgende Randregistrierung prüft sie mit der gemeinsamen Referenzgeometrie erneut. Wenn alle Farbkanäle durch Überbelichtung dieselbe echte Randinformation verloren haben, kann der erste Fit diese nicht sicher rekonstruieren.
CPU-Worker und schneller Einzelbildexport
Unter Einstellungen wählen Sie die Zahl der CPU-Worker aus einer Liste. Die verfügbare Anzahl wird angezeigt; voreingestellt ist die Hälfte, mindestens einer. Mehr Worker sind nicht automatisch schneller, etwa wenn das Laufwerk ausgelastet ist. Der PNG-Export schreibt parallel, begrenzt aber die Zahl gleichzeitig wartender Bilder anhand des freien Arbeitsspeichers.
Standardmäßig werden Sonnen-Einzelbilder um die Sonnenmitte ausgeschnitten: Breite und Höhe entsprechen dem doppelten Sonnendurchmesser, höchstens der jeweiligen Originalabmessung. Das ist ein Ausschnitt ohne Verkleinerung. Die Einstellung kann abgeschaltet werden. Sie betrifft nicht automatisch die Videos. Vollständige große PNG-Dateien brauchen weiterhin erheblich mehr Zeit und Platz als ein komprimiertes Video.
Hardwaretest und fertige Ausgabe
Hardwareprüfungen und beobachtete Grenzen werden lokal gespeichert. Beim Export wird kein neuer Hardwaretest gestartet. Eine nicht geprüfte Auflösung oder ein nicht freigegebener Codec verwendet vorsichtig die CPU; die Originalauflösung wird nicht heimlich reduziert. Ein fertiger Export muss nicht nochmals gespeichert werden. „Weitere Kopie speichern …“ ist optional, ebenso die anschließende Erstellung einer Webseite.
Zeitangaben und Phasenreihen
Der Zeitknopf nennt immer die nächste Aktion: „Zeitangaben in das Video einblenden“ oder „Keine Zeitangaben im Video“. Die Webseite legt den Text innerhalb des tatsächlich angezeigten Videobildes über die unveränderte Videodatei. Dafür ist keine Neukodierung nötig. Eine fest in die Videopixel eingebrannte Beschriftung wäre dagegen eine neue Kodierung. Ein heruntergeladenes Video enthält diese Webseiten-Einblendung nicht automatisch.
Die Phasenreihen zeigen quadratische Ausschnitte um Sonne beziehungsweise Mond: 1,5 Sonnendurchmesser oder 3 Monddurchmesser Seitenlänge. Fehlende Randfläche bleibt schwarz. Summenbilder und gespeicherte Videos bleiben davon unberührt.
Stand 1.30.0 · Handbuch und Suche · Download