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SOFI-AssistentWindows · 1.30.0 · Jost Jahn
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Produkt & Dokumentation

Aufnahmezeiten richtig verstehen

Drei unterschiedliche Uhren

Die Aufnahmezeit beschreibt den Moment, in dem die Kamera belichtet hat. Die Dateizeit beschreibt eine Dateioperation auf dem Rechner. Die Wiedergabezeit beschreibt die Position im fertigen Film. Nur die erste Uhr ist unmittelbar für eine astronomische Zuordnung geeignet. Das Programm zeigt daher nicht nur eine Zeit, sondern auch deren Quelle und Unsicherheit.

FITS

Der Metadatenleser berücksichtigt DATE-OBS, DATE-BEG oder MJD-OBS und das Zeitsystem TIMESYS. Ein Datum ohne Uhrzeit reicht nicht. UTC und beispielsweise TT sind verschiedene Zeitsysteme und werden nicht gleichgesetzt. Der Header kann Anfang oder Mitte einer Belichtung meinen; die Kameradokumentation ist dafür maßgeblich. Der FITS-Zeitleser ist unabhängig vom Bilddecoder: Die Unterstützung eines FITS-Headers bedeutet nicht, dass jede FITS-Pixelform oder Farbtiefe bereits als Videoquelle importiert werden kann.

EXIF

Bei normalen Kamerabildern wird bevorzugt DateTimeOriginal verwendet, einschließlich Untersekunden und Zeitzonenoffset, soweit vorhanden. Danach kommen sekundäre Datumsfelder. Viele Kameras speichern keine Zeitzone. In diesem Fall bleibt die Uhrzeit lokal/unbekannt; das Programm erklärt sie nicht einfach zu UTC. Eine falsch eingestellte Kamerauhr bleibt auch nach erfolgreichem Auslesen falsch.

Windows-Erzeugungszeit

Fehlen verwendbare Aufnahmemetadaten, erscheint die Windows-Erzeugungszeit als klar gekennzeichneter Ersatzwert. Kopieren, Herunterladen oder erneutes Speichern kann diese Zeit verändern. Sie kann daher für alle Bilder nahezu gleich sein und trotzdem nichts über den Verlauf der Finsternis aussagen. Solche Werte werden nicht stillschweigend zum Sortieren oder zum sicheren Nachführungsmodell benutzt.

Videos und Reihenfolge

Bei Videos ergibt Bildnummer geteilt durch Dateibildrate die Wiedergabezeit. Bei Zeitraffer ist das nicht die echte verstrichene Zeit. Das Programm behält die Quellreihenfolge bei. Uhrsprünge, fehlende Zeitzonen und Modellannahmen sind Gründe, die Zeitangaben zu prüfen, nicht automatisch die Bilder umzusortieren. Alle ausgelesenen Zeitwerte samt Herkunft sind im lokalen Bericht als JSON verfügbar.

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